Liebe LeserInnen!
der April war geprägt von meinem Ostererlebnis auf dem Benediktushof.
Vor etwa 6 Wochen lud mich Willigis Jäger mit sinngemäß diesen Worten ein: Wir kennen uns noch gar nicht richtig. Komm doch mal vorbei.
Also kaufte ich eine Fahrkarte und setzte mich am Karfreitag nach Holzkirchen in Unterfranken in Bewegung, wo sich das Zentrum für spirituelle Wege befindet, welches der Benediktinerpater und Zen-Meister Willigis Jäger 2003 gründete.
Schon das Foto lässt erahnen, an welchen schönen Ort es mich über die Feiertage verschlagen hatte.
Stille und Frieden strahlt dieses Anwesen aus, der den Besucher schnell erfasst und innerlich ruhig werden lässt.
Da mir die Deutsche Bahn meine Fahrkarte für einen Zug verkaufte, der gar nicht fuhr und der nächste Zug nach Frankfurt/M. ausgerechnet an diesem Tag einen anderen Steckenverlauf nahm, kam ich viel zu spät in Würzburg an, schaffte den letzten Bus nach Holzkirche nicht mehr und musste nun in dieser alten ehrwürdigen Bischofsstadt übernachten. So traf ich erst am Karsamstag in Holzkirchen ein wo mich der schon am Mittwoch begonnene Kontemplationskurs erwartete mit dem Sitzen vor der weißen Wand. Eine Erfahrung, die mir nicht unbekannt war, aber die mir, wie schon häufig in meinem Leben, mitteilte, dass der Meditationsweg nicht der meinige ist. In einem kurzen, aber intensiven Gespräch mit Willigis brachte ich meine Erfahrung zur Sprache und es war mir wichtig zu sagen, dass die Wege zur gehemnisvollen Einigung austauschbar sind und nicht nur über die Meditation führen, sondern auch über Erkenntnis, Tätigkeit oder Hingabe. Dabei ist die Erfahrung der inneren und äußeren Stille sehr hilfreich, wenn nicht sogar notwendig für den Vollzug. Von daher wurde mir deutlich, dass der Benediktushof ein sehr wertvoller Ort der Meditation ist, getragen durch die äußerlich einfache aber kraftolle Präsenz ihres Zenmeisters. Und jeder, der einen meditaiven Weg gehen möchte, kommt in dieser Zeit und in diesem Land am Benediktushof nicht vorbei. Sehr dankbar für die Begegnung mit einer der großen wegweisenden Persönlichkeiten unserer Zeit verließ ich diesen seligen Ort, aber auch mit der Klarheit, dass mein Weg ein anderer ist. Die Formen sind eben austauschbar.
Euer Bruder Johannes
Presseerklärung
Der erste Bio-Discounter in Friedrichshain
„Marias Bio“ heißt der erste Bio-Discounter in Berlin-Friedrichshain, den Ende April in der Petersburger Str. 38 die gebürtige Neapolitanerin Maria Luongo und der aus Vorpommern stammende Johannes Kirschner eröffneten.
Die beiden lernten sich vor einem Jahr in Schöneberg kennen. „Ich besuchte dort eines Tages ein hübsches kleines Bio-Café…“ sagte Frau Luongo „…und traf dort auf Johannes, der es mit viel Geschick und Liebe führte.“ Sie selber arbeitete bislang als Italienisch-Lehrerin. „Mein Herz hängt aber an einem Café, da ich im elterlichen Geschäftshaushalt frühzeitig ans Backen und Führen eines Café herangeführt wurde.“, so Frau Luongo.
Im Discounter gibt es deshalb auch einen Bäckerstand, an dem nicht nur Brot und Kuchen, sondern auch frisches italienische Feingebäck angeboten wird. Bei echt italienischem Cappuccino lädt eine gemütlichen Sitzecke zum Probieren ein.
„Nach dem Tod von Theo Albrecht im letzten Jahr beschäftigte ich mich mit der Discounter-Philosophie der Aldi-Brüder, die einstmals den kleinen Lebensmittelladen ihrer Mutter übernahmen.“ – erzählte fasziniert Johannes Kirschner – „Warum also kein Bio-Aldi?“ Herr Kirschner ist davon überzeugt, dass an der Discounteridee nichts Ehrenrühriges ist, wenn Tarife bezahlt werden und das soziale Umfeld stimmt. Die Geschäftsphilosophie der beiden Unternehmer ist deshalb: Einsparen, aber nicht auf Kosten der Mitarbeiter und der Bio-Marken-Qualität, sondern sparen bei Strom, Werbung, Ausstattung und Auslagen. Gespart wird allerdings nicht bei Ökostrom, fairen Handel und recyclebarer Verpackung. Und dafür bürgen sie!
So steht es auch auf ihrem Flyer geschrieben.
Der Eröffnungstag am 28.April war ein voller Erfolg. Nicht nur die Umsätze stimmten, sondern der Zuspruch der Leute auch. „7 Jahre wohne ich schon hier und nun haben wir endlich einen eigenen Bioladen in unserem Kietz! Klasse!“ so eine Kundin.
Viele Kunden begrüßten die neuen Geschäftsleute mit Blumen und auch beim Italiener an der Ecke hörte man die Worte: „Hier fehlte nur noch ein Bioladen!“ Nun ist er da und will mit seinem Konzept nicht nur die Bewohner des Kietzes ansprechen, sondern alle Berliner, die biologische Grundnahrungsmittel günstiger als anderswo einkaufen wollen. Dafür ist der Laden nicht so schick wie andere, „aber nach einem Großeinkauf hast du mehr für dein Geld im Korb“ versicherte Johannes Kirschner. Na dann viel Glück den beiden mit dem ersten Bio-Discounter in Friedrichshain.